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Wenn man sich der Realität beugen muss …

20. November 2017

Seit Mitte September habe ich kein einziges Wort mehr geschrieben. Und das, obwohl jetzt November, also internationaler Schreibmonat ist.

Im Oktober habe ich noch gedacht, ich könnte zumindest mit einer kleinen Geschichte mitschreiben Aber ich kam nicht einmal dazu, mir über einen Titel Gedanken zu machen.

Tja, manchmal muss auch eine Träumerin wie ich sich der Realität beugen…

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Grund ist eine wesentliche Veränderung in meinem Leben – ein neuer Job. Er ist genau das, was ich mir vorgestellt habe: strategische Arbeiten, viel Gestaltungsspielraum, ein Familienunternehmen. Ich darf kreativ arbeiten. :)

Nun muss ich den Autoren hier nicht erzählen, dass kreatives Arbeiten mitunter ziemlich anstrengend sein kann. Ihr könnt euch daher sicher vorstellen, dass ich nach Feierabend gerade ziemlich fertig bin.

Außerdem scheint es, als hätte ich den Effekt der längeren Fahrzeit ziemlich unterschätzt. Zwei Stunden täglich, die jetzt im Auto draufgehen sind schon ganz schön hart.

Da funktioniert meine Strategie mit einer Stunde früher aufstehen nicht mehr, denn ich käme in eine Zeit, die sich dafür beim besten Willen nicht mehr eignet. Außerdem ist das ohnehin keine Dauerlösung für mich, das halte ich höchstens mal für einen Monat wie den November durch. Die Wochenenden sind irgendwie auch immer voll, aber irgendwann will ich ja auch was mit Freunden und Familie machen. Dass wir uns mittlerweile in der Vorweihnachtszeit befinden, hilft auch nicht gerade. Tja, alles nicht mehr so einfach wie noch im letzten Jahr vor dem Nano.

Fazit: Ich lebe noch, ringe aber heftig mit den Grenzen eines 24-Stunden-Tages und einer 7-Tage-Woche.

Aber ich bin Optimist und bestimt kriege ich das bald wieder in den Griff. Spätestens mit den nächsten guten Vorsätzen.

Pfote

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Federteufel Workshop 2017

15. Juli 2017

Intensive Autorenarbeit und dabei eine Menge Spaß – das gibt es bei den Federteufeln. Neulinge immer herzlich willkommen :)

Es gibt Dinge, die macht man am besten im Präsens. Zum Beispiel Workshops. Am 1. und 2. Juli stand der zweite der Federteufel an. Wer es nicht weiß: Die Federteufel sind ein kleines Forum am Rande der Sichtbarkeit, in das sich eine Gruppe unermüdlicher Schriftsteller und solche, die es werden wollen, zurückziehen, um ihren Werken […]

via Federteufel Workshop in Esslingen 1. und 2. Juli 2017 — Ryek Darkeners Blog

#litcamp17 – Bericht

28. Juni 2017

Was man so alles auf einem Barcamp lernen kann … Marketing (mich nur für SPs) professionelle Zusammenarbeit und sogar der ein oder andere handwerkliche Tipp. Eine sehr informative Zusammenfassung von Ryek Darkener.

Ryek Darkeners Blog

Ryek myst

Nachdem ich  eines der begehrten Tickets über eine Verlosung ergattern konnte, fand ich mich am 24. Juni gegen 8 Uhr morgens am Dezernat16 in Heidelberg ein. Nach freundlicher Begrüßung bekam ich gleich einen großen Beutel mit Brot in die Hand gedrückt. Nicht zum Essen. ;) Sondern um bei Aufbau des Frühstücks zu helfen. Merke: Barcamps funktionieren nur, wenn jeder etwas dazu (bei)trägt.

Um 09:30 begann dann der offizielle Teil. Hand aufs Herz: Wer hat jemals erlebt, dass Beamer und Funkmikros gleich am Anfang so funktionieren wie gewünscht? Ich noch nie, auch nicht in meinem Brotjob. Da muss es eine Verschwörung geben. Das Problem wurde gelöst und hinterließ bei mir den Eindruck professioneller Hemdsärmeligkeit im besten Sinne. An dieser Stelle ein großes Lob an das Orgateam und alle Helfer, die die Veranstaltung in den zwei Tagen so angenehm und für die Besucher reibungsfrei über die Bühne gebracht haben!
Nach der Kurzvorstellung…

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Selbstvermarktung – Rückgrat ist alles

29. Mai 2017

Das mit dem Marketing ist wirklich so eine Sache. Nicht nur im Bereich self-publishing. Von diesem Post kann sich eigentlich jeder Schriftsteller und jede Schriftstellerin ein Stück Weisheit mitnehmen. Ganz nach dem Motto: schreibt Gutes und redet darüber.

Nike Leonhard - Fantasy und Historisches

In meinem heutigen Beitrag geht es mal wieder um Marketing. Genauer gesagt um einen Aspekt, der oft vernachlässigt wird: das eigene Selbstbewusstsein.
Nicht nur dass sich Autorinnen in den einschlägigen Foren oft selbst als angehend, Möchtegern oder Schreiberlein bezeichnen, sie tun das auch in anderen Bereichen. Mit fatalen Folgen. Denn während Autorinnenforen geschützte Bereiche sind, in denen man mit einem gewissen Grundkonsens unter Gleichgesinnten rechnen kann, gelten außerhalb andere Regeln.
Das fängt schon damit an, dass der kollegiale Respekt, der in fast allen Schreib- und Autorinnengruppen existiert, fehlt. Wer kennt das nicht: Da outet man sich als Autorin und wird als erstes gefragt: „Und? Kannst du davon leben?“ Alternativ kommen auch gerne Kommentare wie: „Das ist ja auch ein schönes Hobby“, oder „Hast du auch einen richtigen Beruf?“ Mit anderen Worten: Wenn du nicht J. K. Rowling oder Goethe bist, wird deine Arbeit weniger ernst genommen, als wenn du als…

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Pitch – der professionelle Auftritt

7. Mai 2017

Du meine Güte, was war ich aufgeregt! Auf der Leipziger Buchmesse 2017 durfte ich zum ersten Mal beim Autoren-Speed-Dating (Meet & Greet des BVjA) mitmachen.

10 Minuten Zeit, das eigene Romanprojekt vorzustellen – *Gong* – weiter zum nächsten Verlag. Ich war mindestens so nervös, wie bei meinem allerersten Vorstellungsgespräch – und das schon Tage davor.

Mit Lampenfieber rannte ich herum wie ein aufgescheuchtes Huhn und traf alle nur denkbaren Vorbereitungen. Klingt ein bisschen verrückt, aber gute Vorbereitung ist dann irgendwie doch immer die halbe Miete. Zumindest hilft es im entscheidenden Moment ungemein, wenn man weiß, was man sagen will. Auch wenn es am Ende dann doch ganz anders läuft, als erwartet – so wie beim Meet & Greet auf der LBM 17.

Vorab habe ich natürlich das Exposé für den Roman geschrieben (mehr zum Thema Exposé). Und überarbeitet. Und nochmal geschrieben. Wieder überarbeitet. Und beinahe auswendig gelernt. Ich habe mir morgens vor dem Spiegel und abends im Bett überlegt, wie ich die Romanvorstellung anfange, was ich wie erzählen will …

Trotzdem fühlte ich mich nicht ausreichend vorbereitet. Meinem wunderbaren Sparringspartner in Sachen Schreiben, Frank Raki, klagte ich mein Leid und er bot mir kurzerhand an, mit mir ein kleines Coaching zu machen. Gesagt, getan, wir simulierten also das bevorstehende Pitching über Skype.

Das Lampenfieber fühlte sich dabei ziemlich echt an. Und nachdem ich 5 Minuten meine zurechtgelegte Vorstellung herunter gerattert hatte und wieder Luft holte war klar – mein Gegenüber mit Worten zu erschlagen ist nicht der richtige Weg.

Ab da begann der eigentliche Spaß. Frank versteht nicht nur eine Menge vom professionellen Auftreten in der Schreibszene, er hat ein beeindruckendes Talent, die richtigen Fragen zu stellen. Und mit diesen Fragen führte er mich in ganz neue Tiefen der Geschichte. Diese waren natürlich schon immer da, aber sie waren mir nie bewusst. Plötzlich aber konnte ich darüber sprechen. Ein ganz neuer Aufhänger für den Dialog mit den Verlagsvertretern war gefunden (und nebenbei wurde auch das Exposé ein weiteres Mal überarbeitet). Auf einmal fühlte ich mich sicher.

(Frank macht das übrigens auch gerne für andere ;)

*

Aufgeregt war ich natürlich trotzdem, als es am Messesonntag schließlich ernst wurde. Aber es war auch eine Menge Vorfreude dabei.IMG_20170326_120835089[1]Dank des Coachings fiel es mir leicht, die Kernaussage des Romans in wenigen Sätzen rüberzubringen. Eine meiner Gesprächspartnerinnen bescheinigte mir sogar: „Wow, das ist heute der erste professionelle Pitch, den ich zu hören bekomme.“ (Da strahlt man natürlich bis über beide Ohren ;)

Danach blieb den Verlagsvertretern genug Zeit, ihre Fragen anzubringen. Das war auch sehr wichtig, wie ich erkennen musste, denn hätte ich die Hälfte der Zeit über den Inhalt der Geschichte referiert, hätten viele dieser Fragen offen bleiben müssen. Vermutetes Ergebnis: Absage.

Klar, ein Verlag interessiert sich natürlich nicht nur für die Geschichte als solches, sondern auch dafür, wie er sie am Markt und in seinem Programm einordnen kann. Da spielen solche Dinge eine Rolle, wie ‚Wer sind die Perspektivträger?‘ ‚Wie viel Raum nehmen Schlachten, Liebe, Reisen, etc. in Ihrer Fantasygeschichte ein?‘ ‚Wie alt sind die Protagonisten?‘ ‚Wer ist Ihre Zielgruppe?‘

Sich dazu im Vorfeld bereits Gedanken gemacht zu haben, hat sich auch hier ausgezahlt. Gute Vorbereitung zeugt aber auch einfach von Professionalität und Respekt seinem Gesprächspartner gegenüber.

Schließlich muss der Verlag bis zur Veröffentlichung und auch darüber hinaus eng mit euch zusammen arbeiten. Wenn ihr also von Anfang an die Interessen des Verlages kennt und respektiert, bringt das Pluspunkte.

*

Aus drei Terminen habe ich drei Angebote erhalten, mein Manuskript einzusenden. Das ist auf jeden Fall schon ein Erfolg. Bis ich erfahre, ob der Text unter den kritischen Augen besteht, wird es aber noch etwas dauern. Bis dahin heißt es Daumendrücken.

Pfote

 

Die Zähmung des Schreckgespenstes „Exposé“

21. April 2017

Der Roman ist fertig geschrieben, das Manuskript in vielen Überarbeitungen auf Hochglanz poliert, die Testleser begeistert. Wer möchte da nicht den nächsten Schritt wagen – den Schritt zu Verlag oder Agentur?

Doch mit dem Schweiß, Blut und Tränen, die man in sein Manuskript investiert hat, ist es leider noch nicht genug. Um den Text zu „verkaufen“ braucht es noch mehr. Und hier kommt das Schreckgespenst aller Schreiber ins Spiel – das EXPOSÉ!Kreisch

Keine meiner Autorenkolleginnen die ich kenne, tun sich damit leicht. Die eigene epische, emotionale, tiefgründige Geschichte auf wenigen Seiten zusammen zu pressen, ist eben nichts für schwache Nerven.

Die gute Nachricht: Wenn man es ein paar Mal gemacht hat, stellt sich (wie bei fast allem) eine gewisse Routine ein. Und nicht nur das, plötzlich stellt man fest, dass man von dieser Schinderei sogar noch profitieren kann. Wie das?

Was ist ein Exposé?
Ein Exposé ist ein Verkaufsdokument. Es sagt dem Verlag, was er bekommt. So ähnlich wie die Rückseite einer Müslipackung im Supermarkt. Was ist drin? Wieviel? Wer hat es hergestellt? Wer greift schon zu, wenn er nicht weiß, ob er Schoko- oder Früchtemüsli bekommt?

Oder auf einen Roman übertragen: Welches Genre, wieviele Seiten? Wer sind die wichtigsten Figuren? Was passiert im Wesentlichen und in welcher Reihenfolge?
Eigentlich ganz simpel, ohne Schnörkel und Schleifchen.
Warum ist es dann trotzdem so schwer?

Ein Grund ist sicherlich die Herausforderung, nüchtern und sachlich über die eigene, mit viel Herzblut geschriebene Geschichte zu berichten. Aber der Verlag ist nicht euer Leser. Deshalb sind Cliffhanger, Verschleierungen oder Behauptungen über die Qualität eures Textes hier fehl am Platz. Am besten, man lässt den eigenen Roman eine gewisse Zeit liegen, bis man genügend Abstand dazu hat. Alternativ kann man sich auch vorstellen, man wäre wieder in der Schule. Inhaltsangaben dürften wir ja alle noch kennen ;)

Ihr kommt trotzdem nicht weiter? Dann solltet ihr euch fragen, ob mit der Geschichte wirklich alles in Ordnung ist. Die nüchterne Brille des Exposéschreibens ist nämlich wunderbar dazu geeignet, Plotlücken oder Logikfehler aufzudecken. Viele Autoren schreiben deshalb als erstes das Exposé, bevor sie sich an das eigentliche Manuskript machen.
Wenn man nicht einfach berichten kann, was in der Geschichte hintereinander passiert, dann stimmt mit der Geschichte etwas nicht. Logisch, oder?

Das Exposé kann mir also tatsächlich dabei helfen, meine Geschichte weiter zu verbessern.

Was gehört in ein Exposé?
Wie gesagt, wir sprechen hier über ein Verkaufsdokument. Dieses sollte kurz, knapp und sachlich gehalten werden. 3 – 5 Seiten sollten daher ausreichen. Folgende Informationen müssen enthalten sein:

  • Euer Name und Kontaktdaten auf jeder Seite (Kopf- / Fußzeile)
  • Titel des Romanes (ggf. alternative Titel)
  • Genre (High-, Low- Urban Fantasy, Historischer Roman, etc.)
  • Umfang des Manuskriptes in Normseiten
  • Zielgruppe (so konkret wie möglich: Kinder von 6 – 10,  Leser von Autorin Musterfrau …)
  • Pitch: so kurz wie möglich Zusammenfassung der Handlung, ca. 3 – 5 Sätze
  • Figuren: nur die zentralen Figuren, ca. 2 Zeilen wesentliche Information über Rolle in der Geschichte, Motivation und ggf. Entwicklung
  • Inhaltsangabe: 2 – 3 Seiten, inkl. Ende mit Auflösung aller Konflikte

Achtung: Verlage und Agenturen können individuelle Anforderungen an Exposés haben. Informiert euch deshalb IMMER vorab auf den entsprechenden Webseiten über die Einreichungskriterien.

Und bitte, wählt eine angenehm lesbare Formatierung. Seitenbegrenzungen sind nicht dazu da, dass man den Inhalt auf Schriftgröße 9 und in 0,5 cm Rand zusammenquetscht.
Ich persönlich denke, mit Arial 12 pt. und 1,5 zeilig macht man wenig falsch.

Beispielexposé
Als ich damals anfing mit Exposéschreiben, hätte ich mir nichts sehnlicher gewünscht, als ein Beispielexposé an der Hand zu haben. Bei der Leipziger Autorenrunde wurde dieser Traum endlich (und etwas spät) Wirklichkeit, als Kristina Langenbuch von der Agentur Langenbuch & Weiß in ihrem Beitrag ein solches Exemplar an ihre Zuhörer verteilte.

Natürlich werde ich mich nicht erdreisten, dieses Exposé einfach zu kopieren. Ich habe mein Beispiel aber anhand dieser Vorlage erstellt. (Bitte nicht über den Inhalt lästern ;)

*Tammtadadamm* – hier ist es.

Expo

Einen super Abschluss-Tipp habe ich von Isabell Schmitt-Egner auf Facebook. Sie hat in einer Gruppe auch einen sehr guten Beitrag über das Exposéschreiben verfasst.

„Übersichtlich und essenzmäßig das Wichtigste mitteilen. So, dass der Lektor, der das liest, einem anderen von eurer Geschichte erzählen kann und der nächste das auch noch versteht. Das Exposé ist nicht eure Bühne, sondern die eures Buches. Es ist ein Buch-Casting, in dem nur echte Leistung zählt und keine Augenwischerei. Die Verlage haben genug Erfahrung und kennen alle Tricks, mit denen man ihnen was unterzujubeln gedenkt. Also versucht es erst gar nicht. Stellt eure Geschichte so dar, wie sie ist.“

Ich hoffe, dieser Artikel hilft euch weiter. Bei Fragen gerne melden :)

Pfote

Das war die Leipziger Buchmesse 2017

29. März 2017

IMG_20170324_122911585[1]Wieder einmal kann ich sagen: Danke Leipzig, danke Buchmesse und danke an all die vielen tollen Menschen, denen ich begegnen durfte. Meine Mitbewohner in der Autoren-WG, die Autoren und die Verleger an den Messeständen, die Organisatoren und Referenten auf den zahlreichen spannenden Veranstaltungen, alle die am Samstag Abend auf der Lesung waren und anschließend noch lustig beieinander gesessen haben …
Ich habe so viele Eindrücke mitgenommen, interessante Gespräche geführt und Ideen ausgetauscht, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.

Dieses Mal habe ich mir drei Tage Zeit genommen, was für ein sehr viel entspannteres Erlebnis gesorgt hat als sonst. Neben vielen inspirierenden Gesprächen an den Ständen mit Autoren und Verlegern (z.B. Verlag Torsten Low, Sternensand Verlag) habe ich meinen Messe-Freitag vor allem dem Fachprogramm gewidmet.

Besonders begeistert hat mich das Treffen der Facebookgruppe NaNoWriYeah bei dem sich auch Verlagsvertreter verschiedener E-Book Imprints vorgestellt haben. Eine tolle Unterstützung, die gerade angehenden Autoren hier angeboten wird.

Ebenfalls hoch spannend war der Autorenrundgang, den der BVjA (Bundesverband junger Autorinnen und Autoren) in Person von Tobias Kiwitt auf die Beine gestellt hat. Wir besuchten den Uschtrin Verlag (ein Muss in Sachen Autoren-Fachliteratur), den Verband freier Lektorinnen und Lektoren, die Akademie für Autoren und den Stand von Neobooks. Jeder der Vertreter nahm sich Zeit für unsere Gruppe und beantwortete die verschiedensten Fragen.

Immer wieder schön ist natürlich auch der Besuch bei der Manga und Comic Convention in Halle 1 beziehungsweise das Flanieren unter der Glaskuppel, bei dem man die vielen wunderschönen und aufwendigen Kostüme bewundern kann. Ich bin jeder Mal aufs Neue begeistert, wieviel Leidenschaft und Arbeit die Cosplayer investieren. Wow!

 *

IMG_20170325_101516815[1]Der Messe-Samstag war der Leipziger Autorenrunde vorbehalten. Ich war zum zweiten Mal mit dabei und habe meinen Fokus bei der Wahl der Tische dieses Mal weniger auf das Autorenhandwerk gelegt, sondern auf die teilweise verborgenen Abläufe bei Verlagen und Agenten.

Ein kleines Highlight vorab war die Keynote von Sebastian Fitzek. Lebensnah und humorvoll berichtete er von seinem Werdegang vor dem großen Durchbruch und beantwortete einige Fragen aus dem Publikum.

Während der Tischrunden durfte ich einen sehr lohnenden Beitrag zum Thema Marktanalyse von Anna Wagner (epubli) erleben und holte mir Tipps zur Zusammenarbeit mit Buchbloggern.
Tilman Winterling, Rechtsanwalt für Urheber- und Medienrecht, gab wichtige Tipps zu rechtlichen Fallstricken in sozialen Medien.
Die Agentur Langenbuch & Weiß überzeugte mit sehr guten Hinweisen zum Thema Exposé-Gestaltung (dazu mehr in einem extra Post).IMG_20170325_125136702[1]
Immer wieder erlebenswert ist auch Hans-Peter Roentgen, dieses Mal sprach er zum Thema Klappentext. 

Wie letztes Jahr war es auch bei dieser Veranstaltung das Wertvollste, erfahrene „Player“ der Buchbranche live zu erleben und sich mit ihnen austauschen zu können.

*

Am Sonntag begann dann das Nervenflattern, denn ich hatte mich zum „Meet & Greet“ angemeldet. Diese Veranstaltung – organisiert vom BVjA – bot Autoren die Möglichkeit, sich in einer Art Speed-Dating bei den teilnehmenden Verlagen vorzustellen.
Für Maximal 3 Termine à 10 Minuten konnte jeder Autor sich anmelden. Gar nicht so einfach, denn die Slots waren innerhalb weniger Stunden nach Öffnung des Anmeldeformulars Anfang März bereits ausgebucht. Aber ich hatte Glück und konnte tatsächlich 3 Plätze ergattern.

IMG_20170326_120814658[1]Ich war so nervös wie damals bei meinem ersten Vorstellungsgespräch. ;) Zum Glück konnte ich mein Schicksal mit den Autorenkollegen teilen, die mit mir gemeinsam auf ihren Auftritt warteten. Im Kopf rekapitulierte ich immer wieder die 2 – 3 Sätze meines Pitches, mit dem ich meinen Roman vorstellen wollte. Vorab hatte ich viel Zeit und Arbeit investiert, um diesen zu erarbeiten.

An dieser Stelle möchte ich eine kleine Danksagung an Frank Raki (frank-raki.de) einschieben, der mir mit einem kleinen Coaching eine große Hilfe war. Er gab mir nicht nur wertvolle Tipps, um die richtige Einstellung für das Gespräch zu finden, sondern schaffte es mit seinen Fragen, meinen Fokus auf eine ganz neue, tiefe Bedeutungsebene des Textes zu lenken. So konnte ich trotz der Aufregung auf alle Fragen der Verlagsvertreter sicher antworten. Danke, Frank!IMG_20170326_130930427[1]

Die Gespräche verdeutlichten mir einmal mehr, wie wichtig es ist, als Autorin professionell aufzutreten. Ein Thema, dass ebenfalls in naher Zukunft einen eigenen Blogbeitrag wert ist.

Unterm Strich bin ich auf jeden Fall mit einem sehr guten Gefühl nach Hause gefahren. Was sich weiter entwickelt … wir werden sehen.
:)

Pfote